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Haftungsrecht

Haftung des Vermittlers bzw. der Versicherung bei fehlerhafter Beratung

Fragen, die Sie sich stellen sollten:

  • Wer hat den Versicherungsvertrag vermittelt: Ein selbständiger Handelsvertreter oder ein Versicherungsmakler?
  • Wurde ein schriftliches Beratungsprotokoll geführt?
  • Wurde eine sachgemäße Risikobeurteilung erstellt?
  • Wurden Sie auf Fristen zur Schadensregulierung aufmerksam gemacht?
  • Wurden dem Vermittler oder dem Makler Vorerkrankungen wahrheitsgemäß mitgeteilt, bzw. wurden Aussagen bezüglich der anzugebenden Vorerkrankungen getroffen?
  • Besitzt Ihr Vermittler eine Vermögensschadenshaftpflicht?
  • Ist Ihr Berater bei der IHK zugelassen und registriert? Darüber können Sie sich unter www.vermittlerregister.info informieren.

Folgende Punkte sind auch wichtig:

Es besteht ein großer Unterschied, ob der Versicherungsvertrag bei einem unternehmensgebundenen Vermittler oder einem freien Versicherungsmakler abgeschlossen wurde. Insbesondere dann, wenn fraglich ist, ob bei Abschluss der Versicherung alle Vorerkrankungen mitgeteilt wurden.

Der unternehmensgebundene Vermittler ist das sogenannte „Auge und Ohr“ der Versicherung. Eine Vorerkrankung die dem unternehmensgebundenen Vermittler mitgeteilt wurde, wird so behandelt, als wüsste die Versicherung davon. Gleiches gilt auch, wenn der gebundene Vermittler den Wert eines Gebäudes oder des Hausrats geschätzt hat. Folge dessen ist, dass die Versicherung für Zusagen und Wissen des Vermittlers haftet.

Anders beim Makler: Der Makler steht ähnlich wie ein Rechtsanwalt auf Seiten des Versicherten. Im Haftungsprozess können Sie daher nur vom Makler, nicht aber von der Versicherung, Schadensersatz verlangen.