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Tätgkeitsbeschreibung

Beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung wird vom Versicherer die Tätigkeit beurteilt und der Versicherungsnehmer einer bestimmten Risikogruppe zugeordnet. Anhand eines Fragebogens, beschreibt der Versicherungsnehmer seine Tätigkeit und es erfolgt seitens des Versicherers eine präzise Einordnung in die jeweilige Berufsgruppe. Entsprechend der Einordnung eines Berufsbildes in eine Berufsgruppe wird das Risiko einer möglichen Berufsunfähigkeit eingeschätzt. Je höher demnach das Risiko ermittelt wird, um so höher sind auch die zu zahlenden Beiträge.

Bei der Tätigkeitsbeschreibung ist es ratsam, nicht einfach nur einen Berufstyp aus der meist von den Versicherungsunternehmen vorgelegten Berufsliste auszuwählen, sondern eine detaillierte Beschreibung seiner Tätigkeit zu erstellen. Schon im Vorfeld sollte sich der Versicherungsnehmer die Zeit nehmen, hier eine exakte stundenplanähnliche Auflistung seiner Tätigkeiten über einen aussagekräftigen Zeitraum von ca. zwei Wochen zu erstellen. Die Beschreibung der einzelnen Tätigkeiten eines durchschnittlichen Arbeitstages sollten Art, Umfang und Häufigkeit exakt wiederspiegeln. Wird hierbei eine unzutreffende Angabe gemacht, so kann dies den Versicherer ggf. berechtigen, wegen einer vorvertraglichen Anzeigepflichtverletzung vom Vertrag zurück zu treten.

Bei Eintritt eines Leistungsfalls verlangt der Versicherer detaillierte Angaben dazu, welche Tätigkeiten der Versicherungsnehmer meint nunmehr aufgrund seiner gesundheitlichen Beeinträchtigung nicht mehr auszuüben zu können. Dabei vergleicht er die Angaben des Versicherungsnehmers vor Eintritt der Berufsunfähigkeit mit den jetzigen Abweichungen.

Spätestens beim Leistungsantrag will der Versicherer ganz genau wissen, welche Tätigkeiten der Versicherungsnehmer zuletzt ausgeübt hat. In dieser Situation ist es für den Versicherungsnehmer oft schwierig und belastend, hier detaillierte Angaben zu beschreiben, die längere Zeit zurückliegen und auch im Ernstfall vor Gericht Stand halten. Auch ist es wichtig, körperliche Beeinträchtigungen aufgrund der Erkrankung oder eines Unfalls bezogen auf einzelne Tätigkeiten darzustellen.