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Zeitwertschaden (Teil 1 von 2)

Jeder Hausbesitzer sollte eine Gebäudeversicherung abschließen, um seinen wertvollen Besitz zu schützen, denn bei großen Schäden sind in der Regel die Kosten für den Hauseigentümer mit großen wirtschaftlichen Einbußen verbunden. Eine Gebäudeversicherung ist unabdingbar und kann dem Besitzer und seiner Familie den finanziellen Ruin ersparen.

Die Gebäudeversicherung bietet finanzielle Hilfe, wenn Schäden durch Feuer, Wasser, Sturm, Hagel, Naturkatastrophen oder andere Ursachen am Haus entstanden sind. Auch weitere auf dem Grundstück befindliche Gebäude können von dem Versicherungsschutz eingeschlossen werden. Vor Abschluss einer Gebäudeversicherung sollte der individuelle Schutzbedarf genau ermittelt werden, damit die zu zahlenden Beiträge nicht durch unnötig versicherte Leistungen in die Höhe getrieben werden. Wichtig ist aber, dass für jede der einzelnen Risiken eine gesonderte Versicherung abgeschlossen wird. Notwendig ist also, dass in der Police folgende Risiken als versicherte ausgewiesen werden: Sturm, Hagel, Feuer und Leitungswasser.

Die Versicherungssumme einer Gebäudeversicherung bestimmt, wie viel Geld der Eigentümer bei einem Schaden erstattet bekommt. Wichtig ist aber, dass der Wert des versicherten Objekt angemessen benannt wird. Hierbei hilft der Vermittler oder ein Spezialist der Versicherung.

Voraussetzung für die Ermittlung des Zeitwertes im Rahmen der Wohngebäude-Versicherung ist der Neuwert. Der Zeitwert errechnet sich aus dem Neuwert abzüglich der Wertminderung, die sich aus Alter und Abnutzung ergibt. Die Zeitwertversicherung besitzt bei der Versicherung von Wohngebäuden nur noch eine geringe Bedeutung. Dies kann dann z.B. der Fall sein, wenn ein Gebäude aufgrund einer erheblich über dem Durchschnitt liegenden Gefahrenklasse eingeordnet wird.

Im Rahmen der Wohngebäudeversicherung ist ein Gebäude zum ortsüblichen Neubauwert versichert. Bei der Ermittlung der Versicherungssummes zur Wohngebäudeversicherung wird der Wert eines Gebäudes auf den Wert in Mark umgerechnet, den es im Jahr 1914 gehabt hätte. Damit jederzeit ein ausreichender Schutz besteht, sollte bei der Gebäudeversicherung ein „gleitender Neuwert“ vereinbart werden, danach werden automatisch die Beiträge und die Deckungssumme regelmäßig der Wertsteigerung des Gebäudes angeglichen, damit im Falle eines Totalverlustes die Geldmenge zur Verfügung steht, um einen Neubau zu finanzieren.